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Wissenswertes über die Jeans

erstellt am 30.08.2017 07:53 Uhr

Alles über die Jeans-Hose

Ein jeder hat mindestens eine davon im Kleiderschrank und trägt sie gerne als Basic in dem ein oder anderen Outfit: Die Jeans ist heute mehr denn je ein Must-Have in der Garderobe und nahezu in jedem Kleiderschrank zu finden. Die Hose aus Denim besticht durch ihren zeitlosen und vor allem lässigen Look. Wir alle kennen und lieben sie. Jedoch wissen wir zum Teil recht wenig über dieses Kleidungsstück, das uns täglich begegnet. Wer hat die Jeans erfunden, wieso ist sie eigentlich blau und woher kommt der Name „Jeans“? Diesen und weiteren Fragen gehen wir nun auf den Grund und liefern Ihnen in diesem Artikel die wichtigsten Fakten zur klassischen Jeans kurz und knapp zusammengefasst. Und für diejenigen, die nicht genug bekommen können, gibt es am Ende sogar noch einen wissenswerten Fun-Fact über Jeanshosen.

Von der Arbeitshose zum Allrounder in Sachen Mode

Die Jeans ist heutzutage aus kaum einem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Als eines der beliebtesten Kleidungsstücke gehört die Hose bereits seit über 140 Jahren zu den Basics in der Garderobe. Dabei war der Klassiker unter den Kleidungsstücken ursprünglich nicht als Basic-Stück angedacht. Die Jeans-Hose in ihrer ursprünglichen Form wurde als Arbeitshose für Goldgräber designt, da sie sich perfekt in den damaligen Arbeitsalltag integrieren ließ. Levi Strauss, der in San Francisco ein Geschäft für alltägliche Dinge betrieb, gilt bis heute als der Erfinder der klassischen Jeans-Hose. Der Schneider Jacob Davids kam außerdem auf die Idee, die Nähte der ursprünglichen Jeans mit Nieten aus Kupfer auszustatten, damit die Jeans an diesen Stellen nicht einreißen. Die beiden meldeten im Jahre 1873 das Patent für die Jeans-Hose an und geboren war ein echter Kleidungsklassiker. Die äußerst robuste und vielseitige Hose erlebte von dort an aufgrund ihrer vielen guten Eigenschaften einen wahren Boom in der Modewelt. Bekannte und junge Filmstars wie Marlon Brando und James Dean machten die Jeans zu dem beliebten und angesagten Kleidungsstück, die sie heute ist. Dadurch, dass die Stars das Potenzial der Hose erkannten, wurde die Jeans schnell bei Teenagern weltweit zum Must-Have und zum Symbol einer echten Mode-Rebellion.

Warum ist die Jeans blau?

Die häufigste für Jeans verwendete Farbe ist Indigoblau. Das Blau wurde allerdings erst später als Farbe für den Hosenklassiker gewählt, da es den Schmutz beim Goldgraben gut kaschierte. Neben dem Blau war vorerst Braun die ursprüngliche Jeansfarbe, denn die Hose wurde zunächst aus braunem Segeltuch hergestellt, bevor hierfür der klassische blaue Denim verwendet wurde. Den blauen Jeans-Farbstoff gewannen die Denim-Hersteller zunächst aus den Blüten des „Färberwaids“ – einer Pflanze aus Indien. Mit diesem Dunkelblau wurde der Denim und somit die Jeans lange Zeit eingefärbt. Etwa ab dem Jahr 1870 entschlüsselten Wissenschaftler die chemische Zusammensetzung des Farbstoffs. Hierdurch konnte Indigo folglich synthetisch hergestellt werden, um die Jeansproduktion zu vereinfachen. Seitdem werden die klassischen blauen Jeanshosen mit synthetisch hergestelltem Indigo gefärbt, um das schöne Blau zu erhalten.

Woher kommt die Bezeichnung „Denim“?

Die klassischen Jeans wurden aus einem ganz speziellen Denim-Stoff gefertigt. Das Material, welches zur Jeansherstellung verwendet wurde, kam hauptsächlich aus der französischen Stadt Nîmes. Die Bezeichnung „Serge de Nîmes“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „Gewebe aus der Stadt Nîmes“ und beschriebt die Herkunft des Jeans-Stoffs. Über die Jahre hinweg wurde aus „Serge de Nîmes“ kurzerhand die Bezeichnung „Denim“. Heutzutage kommt der Denim zur Jeansherstellung aus den verschiedensten Ecken der Welt. Die Baumwolle zur Denim-Fertigung stammt dabei hauptsächlich aus Indien, Ägypten und den Südstaaten der USA und wird nach dem Ernten von hier aus in die verschiedensten Teile der Welt zur Weiterverarbeitung geliefert.

Wie wird Denim hergestellt?

Der bereits oben erwähnte Denim besteht in seiner ursprünglichen und traditionellen Form aus reinster Baumwolle, die hauptsächlich in Indien, Ägypten und den Südstaaten der USA gewonnen wird. Die Baumwolle wird zu Baumwollfäden weiterverarbeitet, die nun in einem sogenannten Zweifadensystem aus blauen und weißen Fäden gewebt wird. Durch eine diagonal verlaufende Webstruktur verhilft das Zweifadensystem dem Stoff zu mehr Festigkeit und hoher Strapazierfähigkeit. Die sogenannten Kettfäden, die beim späteren Denim auf der Außenseite zu sehen sind, werden vor dem Webverfahren in dem typischen Indigoblau eingefärbt. Durch das spezielle Verfahren und die Färbung entstehen die jeanstypische diagonal verlaufende Riffelung des Stoffes sowie die charakteristische blaue Farbe einer Blue-Jeans. Im Gegensatz zu den blauen Kettfäden verlaufen die weißen sogenannten Schussfäden des Denims auf der Innenseite der Jeans, weshalb eine typische Blue-Jeans von innen zumeist etwas heller ist als auf der Außenseite. Dadurch, dass die Fäden des Denims niemals komplett durchgefärbt werden, können nun in der Veredelung tolle Effekte und Waschungen erzielt werden. Auch heute noch besteht der typische und originale Denim zumeist zu 100 % aus hochwertiger Baumwolle. Durch verschiedene und vor allem enger geschnittene Jeans-Passformen ist es jedoch zuträglich, wenn der Stoff, aus dem die Hose gefertigt ist, einen geringen Elasthananteil enthält, der dafür sorgt, dass die Hose flexibel und bequem anliegt. Dabei gilt, je mehr Stretchanteil der Jeans-Stoff enthält, desto höher ist auch die Dehnbarkeit und Flexibilität der Hose. Unter wahren Jeans-Liebhabern gilt jedoch auch, dass ein zu hoher Elasthananteil zu Einbußen in puncto Strapazierfähigkeit führen kann. Hosen aus 100% Baumwolle gelten daher als besonders qualitativ und hochwertig. Die Levi's 501 beispielsweise oder auch die Wrangler Texas Jeans bestehen zu 100% hochwertiger Baumwolle und gelten daher als besonders strapazierfähige und robuste Jeans.

Der echte Denim zeichnet sich durch einige gute und äußerst vorteilhafte Eigenschaften aus:

  • Robust
  • Strapazierfähig
  • Saugfähig
  • Atmungsaktiv
  • Hautfreundlich
  • Kochfest
  • Dehnbar
  • Lässt sich gut färben
  • Geringes Allergiepotential

Woher kommt der Name „Jeans“?

Auch der Name „Jeans“ hat eine ähnliche Etymologie wie die Bezeichnung Denim. Die ersten Jeans wurden ursprünglich in der italienischen Stadt Genua hergestellt. Im Französischen wurde der Name der Stadt „Gênes“ in der amerikanischen Umgangssprache zum heutigen Namen „Jeans“. In Amerika sind die beliebten Hosen jedoch nach wie vor unter dem dort geläufigeren Begriff „Denims“ verbreitet.

Fun-Fact: Wie teuer ist die teuerste Jeans der Welt?

Die teuersten Jeans der Welt gehören zur Luxus-Marke Dussault Apparel aus der Trashed Denim Linie und kosten unglaubliche 250.000 US-Dollar. Die Luxus-Jeans sind handgefertigt und zeichnen sich durch einen sehr speziellen und extravaganten Used Look aus. Durch die Veredlung mit Details aus Rubinen, Diamanten und Weiß- sowie Rotgold erhält die Jeans zudem diesen unglaublichen Wert von 250.000 $. Die älteste Jeans der Welt kostet dagegen nur 46.000 Dollar. Es handelt sich hierbei um eine über 130 Jahre alte Levi‘s Jeans, die 2001 für den genannten Betrag an einen japanischen Sammler versteigert wurde. Der Finder der Jeans hat diese nach eigenen Angaben in einer alten Bergarbeiterstadt in Nevada gefunden. Levi Strauss & Co bestimmte anhand der verwendeten Nieten und des Materials die Echtheit und das ungefähre Alter der Jeans-Hose. Diese wurde auf den Entstehungszeitraum zwischen 1880 und 1885 geschätzt.


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