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Jeans-Passformen - Teil 1

erstellt am 29.06.2017 09:26 Uhr

Jeans-Passformen - Teil 1

Die Jeans ist eines der beliebtesten und vor allem zeitlosesten Kleidungsstücke überhaupt. Kein anderes Teil hat bereits so viele Mode-Epochen, Trends und Stile durchlebt, wie die beliebte Jeans-Hose. Ursprünglich angedacht als Arbeiterhose hat sie die Mode-Welt revolutioniert und ist heute für Herren und Damen gleichermaßen gefragt. Wer dabei auf der Suche nach einer neuen angesagten Jeans ist, der stolpert schnell neben verschiedenen Farben, Waschungen und Stilen über zahlreiche Passformen. Dabei ist es besonders bei den englischen Begriffen wie „Low Waist“, „Bootcut“ oder „Straight Fit“ schwer, den Überblick zu behalten.  Damit Sie bestens beraten sind und beim Jeans-Kauf nicht im Punkto Passform verzweifeln, erfahren Sie in diesem Beitrag, welche gängigen Passformen es gibt, was diese auszeichnet und, welchem Figur-Typ die Jeans-Varianten am besten stehen. In diesem Teil befassen wir uns zunächst mit den Schnitten Baggy, Boyfriend, Bootcut, Regular Fit und High sowie Low Waist. Im nächsten Teil erfahren Sie alles zu den übrigen Passformen Flare Fit, Röhrenjeans, Skinny, Slim Fit, Straight Jeans sowie Tight Jeans.

Die gängigsten Jeans-Passformen im Überblick – Teil 1:

Baggy Jeans:

Die Baggy Jeans ist eine der bequemsten Jeans-Varianten auf dem Mode-Markt. Die großzügig geschnittene Hose hat ihren Ursprung aus der Hip-Hop Szene der 90er Jahre. Einer Urbanen Legende zufolge ist die Art seine Hosen sackartig unterhalb der Hüfte zu tragen in US-Gefängnissen entstanden, in denen Gürtel verboten waren, weshalb die Hosen beim Tragen nach unten gerutschten. Das Tragen der Jeans, welches auf dieser Höhe an einen Sack erinnert, wird auch als „Sagging“ bezeichnet.

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Wie ist eine Baggy geschnitten?

Die Baggy Jeans bietet mit ihrem bequemen und vor allem weiten Schnitt vielerlei Vorzüge aber auch Nachteile. Der Bund der Hose ist so geschnitten, dass diese sehr weit unterhalb der Hüfte getragen werden kann. Dieser großzügige Schnitt bietet viel Bewegungsfreiheit, wodurch sich der Träger nicht eingeengt fühlt. Da sich die Baggy Jeans durch ihre besondere Passform von herkömmlichen Jeans-Varianten abhebt, ist sie ideal als bequeme Hose für die Freizeit geeignet. Der tiefe Schnitt eignet sich zudem perfekt für einen ganz individuellen und extravaganten Stil. Ein weiterer Vorteil vieler Baggy-Modelle sind zusätzlich sehr weit geschnittene und große Hosentaschen, die viel Platz für verschiedenste Utensilien wie Smartphone, Geldbörse und Schlüsselbund bieten. In den unterschiedlichen Varianten fließen vielerlei Einflüsse in das Design der Jeans ein. So gibt es unter anderem auch Baggy-Modelle, bei denen neben dem Bund auch die Beine der Hose besonders weit geschnitten sind. Diese Passform bietet extra viel Bewegungsfreiheit und lässt den Träger massiger und voluminöser erscheinen. Die modernen und angesagten Varianten der Baggy Jeans sind heutzutage jedoch weniger extravagant und haben sich der aktuellen Alltagsmode angepasst.

Wem steht die Baggy Hose?

Die Jeans bieten in unterschiedlichen Varianten zahlreiche Möglichkeiten für die verschiedensten Figur-Typen. Da der Baggy Schnitt durch seine Weite die Beine eher gedrungen wirken lässt, ist die Hose weniger geeignet für Damen oder Herren mit kurzen Beinen. Wer zudem etwas mehr auf den Hüften hat, der sollte komplett auf die tief sitzende und extraweite Jeans verzichten. Die Kombination aus tiefem Hosenbund und weiter Passform lässt die Figur fülliger wirken und ist daher am besten für große, schlankere Herren und Damen geeignet. Träger mit besonders langen Beinen können die Baggy Jeans vielseitig kombinieren und sie in den verschiedensten Varianten tragen.

Wie kombiniere ich die Baggy Jeans?

Damen können die Baggy Jeans mit einem T-Shirt oder einer leichten Bluse kombinieren. Das Oberteil wird in beiden Fällen lässig in die Hose gesteckt. Sehr modern wirkt der Look, wenn T-Shirt oder Bluse weit und locker sitzen und zu einem angesagten Gürtel kombiniert werden. Als perfekte Ergänzung eignen sich coole Turnschuhe oder Sneaker. Soll das Outfit hingegen etwas eleganter wirken, so kann die Baggy Jeans auch leicht gekrempelt und zu flacheren Pumps kombiniert werden. Auch Herren können sich in diese Richtung für den perfekten Stil orientieren. Ein locker sitzendes T-Shirt oder Hemd eignen sich ideal als Trend-Kombination zu der coolen Hose. Bei Männern hingegen wird das T-Shirt oder das Hemd nicht in die Hose gesteckt, sondern locker und lässig über der Jeans getragen. Als Schuhe eignen sich für Herren angesagte Sneaker, Turnschuhe oder sportliche Slipper.

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Folgende Punkte sollten bei der Baggy dringend beachtet werden:

  • Die Baggy Jeans eignet sich überhaupt nicht für ein seriöses Büro-Outfit!
  • Die Hose sollte locker auf der Hüfte liegen und dennoch nicht rutschen.
  • Wer eine Baggy in Louisiana oder Florida tragen möchte, sollte aufpassen: Hier sind die angesagten Hosen in der Öffentlichkeit verboten.

Boyfriend Jeans:

Die Boyfriend Jeans ähnelt in ihrem lockeren und legeren Schnitt der Baggy Jeans und hat auch ihren Ursprung von dieser locker sitzenden Hose. Als Damenjeans soll sie so wirken, als hätte sich die Trägerin die Hose von Ihrem Partner geliehen. Daher stammt auch die Bezeichnung der lässigen Hose: „Boyfirend Jeans“. Die Jeans für Damen zeichnet sich im Gegensatz zur klassischen Baggy Jeans dadurch aus, dass sie an den Knöcheln mehrmals umgeschlagen wird, da sie sonst zu lang wäre. Der coole und moderne Look lässt sich ansonsten genau wie die oben beschriebene Baggy sportlich sowie elegant kombinieren. Da auch hier der weite und lockere Schnitt etwas aufträgt und die Beine kürzer wirken lässt, steht die klassische Boyfriend Hose besonders großen und schlanken Frauen mit langen Beinen. Kleine Frauen sollten darauf achten, dass sie zu einer eher eng geschnittenen Boyfriend Jeans greifen, die bis zu den Knöcheln gekrempelt wird. Wenn Sie diese zu High Heels kombinieren, lässt dies Ihre Beine wieder etwas länger wirken.

Achtung: Die lässige Passform lässt den Po flach wirken, da die Boyfriend Jeans besonders am Gesäß sehr locker sitzt.

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Bootcut Jeans:

Die Bootcut Jeans ist ein echter Klassiker und Alleskönner unter den Passformen. Als klassische und vor allem älteste Variante der Jeans wurde die Hose ursprünglich für das Militär entworfen und zeichnet sich besonders durch die etwas weiter ausgestellten Beine aus. Die Bezeichnung „Bootcut“ kommt von den englischen Wörtern „boot“ und „cut“ und bedeutet übersetzt so viel wie „Stiefelschnitt“.

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Wie ist eine Bootcut Jeans geschnitten?

Als klassische Variante der Jeanshose ist die Bootcut Jeans mit ihrer geraden Passform, die an den Beinen leicht ausgestellt ist, zeitlos und schlicht. Die besonders alltagstaugliche Jeans kann von Herren und Damen gleichermaßen getragen werden und lässt sich durch ihren schlichten Look zu nahezu allem kombinieren. Die Besonderheit der Bootcut-Jeans liegt darin, dass sie sich besonders für ein Outfit mit Stiefeln eignet, da die Hosenbeine sich leicht über das besondere Schuhwerk ziehen lassen. Beliebt war und ist die Hose deshalb vor allem bei Cowboys im wilden Westen.

Wem steht die Bootcut Jeans?

Durch ihren schlichten und vor allem zeitlosen Look kann die Bootcut Jeans von Herren und Damen gleichermaßen getragen werden. Der gerade und vor allem vorteilhafte Schnitt der Hose eignet sich für Damen und Herren mit langen oder kurzen Beinen in gleichem Maße und fordert keine Besonderheiten. Der Alleskönner unter den Hosen bietet zudem vielerlei Vorteile und lässt jeden gut aussehen.

Vorteile der Bootcut Jeans

  • Die Jeans ist besonders gut dazu geeignet, den Po und die Hüfte etwas zu kaschieren.
  • Die leicht ausgestellten Hosenbeine sind gut, um rundere Waden zu verstecken.
  • Auch Damen mit kurzen Beinen können durch eine Bootcut Jeans mit hohem Bund größer wirken.

Wie kombiniere ich die Bootcut Jeans?

Da die Hose besonders zeitlos und schlicht ist, kann sie vielseitig kombiniert werden, ohne, dass Sie bestimmte Besonderheiten beachten müssten. Es gibt zu der Bootcut Jeans eigentlich kein T-Shirt, keine Bluse und kein Hemd, das nicht passen würde. Richten Sie sich einfach danach, worin Sie sich am wohlsten fühlen, was gerade zum Anlass passt oder Trend ist. Da die Bootcut eine ganz klassische Hose ist, kann Sie in den verschiedenen Waschungen und Farben zu jeglichen Situationen getragen werden. Wichtig ist lediglich, dass Sie sich für eine Bootcut Jeans entscheiden, die in Stil, Farbe und Waschung zum Anlass passt. Eine dunkle Jeans beispielsweise kann gut zu einem Business-Outfit kombiniert werden. Ist die Hose hell gewaschen, kann sie hingegen auch für ein sommerliches Freizeit-Outfit herhalten. In Zusammenspiel mit einem T-Shirt und leichten Schuhen ist sie ideal für Ihren Sommer-Look geeignet.

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Low Waist & High Waist Jeans

Die Low Waist Jeans zeichnet sich lediglich durch den tief sitzenden Hosenbund aus. Der moderne Schnitt ist besonders bei den Damen beliebt, die ihre weiblichen Reize in Szene setzten möchten. Die niedrige Leibhöhe bietet dabei Vor- sowie Nachteile. So kann die Hüftjeans vor allem von Herren und Damen mit langen Beinen getragen werden. Kleinere Menschen können durch eine tief sitzende Hose hingegen etwas gedrungen wirken. Die Passform der Jeans zeichnet sich lediglich durch die Leibhöhe aus und ist daher in vielen verschiedenen Varianten zu finden. So kann beispielsweise eine klassische Baggy oder eine Boyfriend Jeans ebenfalls als Low Waist bezeichnet werden. Zu einer weiter geschnittenen Low Wais Jeans können Sie sich in Sachen Styling daher an den Kombinationsmöglichkeiten zur Baggy Jeans orientieren. Haben Sie sich hingegen für eine besonders enge Low Waist Jeans entschieden, so lässt sich hierzu ideal ein enger geschnittenes T-Shirt oder Hemd kombinieren.

Eine enge Low Waist eignet sich besonders dazu, den Po zu betonen. Eng aneinander stehende Gesäßtaschen verstärken diesen Effekt zusätzlich!

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Die High Waist Jeans ist das Pendant zur Low Waist Hose. Sie zeichnet sich in erster Linie durch einen hohen Bund aus, der viele Vorteile bietet. So eignet sich die Hose in den verschiedensten Varianten, Farben und Waschungen vor allem für kleinere Herren und Damen. Die Jeans mit besonders hoch geschnittenem Hosenbund ist ideal zum Kaschieren kleiner Polster an Bauch und Hüfte. Sie sitzt durch ihre angenehme Passform perfekt auf der Taille und sorgt für ein tolles Tragegefühl. Besonders beliebt ist die Hose, da der Träger mit ihr keine Angst haben muss, dass diese beim Hinsetzen rutscht und etwas enthüllt wird. Die Bezeichnung „High Waist“ sagt zudem auch in diesem Fall nichts über den restlichen Schnitt der Hose aus. So gibt es die High Waist Jeans beispielsweise in weiterer Passform als klassische Karottenhose oder sogenannte Mom-Jeans. Enganliegend als Skinny Jeans kann sie zudem tolle Kurven zaubern und besonders die weiblichen Reize in Szene setzen. Kombinieren können Sie die Jeans in Skinny Fit beispielsweise zu einer weiten, leichten Bluse, die locker in den Hosenbund gesteckt wird. Perfekt hierzu eignen sich elegante High Heels.

Eine schmal geschnittene High Waist Jeans ist besonders vorteilhaft für kurze Beine. Die Jeans streckt die Figur und zaubert lange Beine.

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Regular Fit Jeans

Der Regular Fit ist der absolute Klassiker unter den Jeans-Schnitten und zeichnet sich lediglich durch seinen geraden schlichten Schnitt, die zwei Gesäßtaschen, die zwei vorderen Hosentaschen und eine kleinere Uhren- bzw. Geldtasche aus. Durch die fünf Taschen wird eine Hose in Regular Fit auch klassisch als 5-Pocket-Jeans bezeichnet. Eine Regular Fit mit normaler Bundhöhe sitzt angenehm zwischen Hüfte und Taille und verläuft bis zu den Knöcheln gerade nach unten. Kombinieren lässt sich eine solche Hose daher zu nahezu allem.

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Wie kombiniere ich eine Regular Fit Jeans?

Da die Hose für Herren sowie für Damen besonders schlicht sitzt, kann sie vielseitig kombiniert werden. Durch den Vorteil des geraden Schnitts liegt die Jeans ideal auf den Schuhen auf und sitzt dabei perfekt. Die Regular Jeans kann im Sommer für Damen zu einer leichten kurzärmligen Bluse, einem Top oder einem T-Shirt kombiniert werden. Egal in welchem Outfit, Sie sollten unbedingt die richtige Länge der Hose beachten. Bei diesem Punkt kommt es auf das jeweilige Schuhwerk an: Tragen Sie zu der Jeans in Ihrem Outfit High Heels, so sollte die Jeans in der perfekten Länge ungefähr die Hälfte des Absatzes bedecken. Bei flachen Schuhen hingegen sollte die Regular Fit den Saum der Schuhe leicht berühren. Auch Herren können sich an diesem einfachen Tipp orientieren, wenn es um die perfekte Länge einer Jeans geht. Als Kombination für ein Herren-Outfit heißt es auch hier wieder: Tragen Sie, worin Sie sich wohlfühlen, was zum Anlass passt oder was gerade Trend ist. Die Regular Fit passt zu allem und bietet viele Kombinationsmöglichkeiten.

Achtung: Cowboy-Stiefel passen weder über, noch unter die Hosenbeine einer Regular-Fit. Um in diesem Fall auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie besser zu einer Bootcut-Jeans greifen, um die Stiefel unter der Jeans zu tragen. Möchten Sie die Stiefel lieber über der Jeans tragen und diese in die Schuhe hineinstecken, so empfiehlt sich eine enge Röhrenjeans.

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 ➥ Lesen Sie hier den zweiten Teil „Jeans-Passformen – Teil 2“ und erfahren Sie alles über Flare Fit, Röhrenjeans, Skinny, Slim Fit, Straight Jeans sowie Tight Jeans für Herren und Damen.


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